CAMPEVENTS

Alle Campevents vom Musikcamp 2013 gibt's in der aktuellen Campzeitung!


Thomas Doss - Auf einer Wellenlänge mit dem Vorgänger

Thomas Doss

Die anfängliche Skepsis war völlig unbegründet – auf beiden Seiten. Sowohl Doss Bedenken, bei der im BDB-Musikcamp gepflegten Mischung aus Probenarbeit, Fortbildung und Freizeitspaß könne es an Ernsthaftigkeit beim Musizieren fehlen, als auch die Befürchtungen einiger Teilnehmer, der langjährige Dirigent Peter Kleine Schaars könnte die Messlatte für den Neuling zu hoch gelegt haben. Dabei hat der Niederländer den Namen des international gefragten Dirigenten und renommierten österreichischen Komponisten und Arrangeurs für seine Nachfolge selbst ins Spiel gebracht und auch den Kontakt zu Doss hergestellt. „Peter ist ein guter Freund von mir und nachdem er das lange gemacht hat, habe ich mir gedacht: da wird es schon nicht so schlimm sein“, lacht Thomas Doss. Genau wie sein Vorgänger arbeitet auch Thomas Doss gerne mit Kindern und Jugendlichen. „Da liegen Peter und ich in etwa auf der gleichen Wellenlänge“. An Erfahrung mit Jugendorchestern mangelt es dem Dirigenten jedenfalls nicht. „Ich habe sehr viel und gerne mit Jugendorchestern gearbeitet“, betont Doss, ohne indes vergessen zu haben, dass das mit vielen Proben und wenig Schlaf „immer auch mörderanstrengend war“. Aus dieser Zeit weiß Doss auch, dass „es da um viele Dinge und nicht nur um die Musik geht“. Dass im BDB-Musikcamp dennoch das Musizieren an erster Stelle steht, hat den Österreicher erstaunt und positiv gestimmt. „Ich bin überrascht, dass hier die Musik und vor allem die Orchesterarbeit einen so großen Stellenwert einnimmt“, freut er sich über die Bereitschaft zur intensiven Probenarbeit. Und an Intensität ließ es Thomas Doss wahrlich nicht missen. Akribisch arbeitete er die Stücke durch, ließ keine Fehler durchgehen und brach zu Beginn oft ab. Trotzdem waren die Musiker von seinem Probenstil angetan. „Thomas Doss macht super Proben, bei denen man richtig viel lernt“, meinte etwa Jonas Oelze und auch Ann-Kathrin Faisst findet, dass in den Proben von Thomas Doss mehr abverlangt wird als im Musikverein: „aber dafür lernt man richtig viel.“ Denn den Teilnehmern zu zeigen, dass es eben Disziplin und Ernsthaftigkeit braucht, um etwas Schönes entstehen zu lassen, war im Vorfeld Doss‘ erklärtes Ziel für das Musikcamp. Beides vehement einzufordern, war indes gar nicht nötig. Von Anfang an bewiesen die 109 Musiker im A-Orchester große Disziplin und Leistungsbereitschaft. Und auf hohe Qualität kann der Dirigent ohnehin setzen. Hat sich doch die Anzahl der Goldabsolventen im A-Orchester gegenüber der letztjährigen Besetzung von fünf auf 25 verfünffacht. „Das Orchester hat eine hohe Energie und Dynamik“, lobt Thomas Doss. Auch für die Organisation findet Thomas Doss nur lobende Worte. „Die Organisation ist sehr, sehr gut“. Besonders Rose Kohnle und Christoph Karle drückt er, österreichisch-charmant seine Wertschätzung aus. „Die sind alle von so einer lässigen Art und trotzdem haben sie alles im Griff“. Und da das BDB-Musikcamp sowohl in organisatorischer als auch in musikalischer Hinsicht die Erwartungen des Österreichers übertrifft, kann Thomas Doss in der probenfreien Zeit getrost seiner Leidenschaft für rasante Achterbahnen frönen. Damit ist er bei weitem nicht allein. Seine drei Töchter, die fünfjährige Teresa inklusive, stehen ihm dabei in nichts nach. So wird im E.P. Express auf dem Weg durch den Park in der Familie Doss munter diskutiert, welche Achterbahn als nächstes erprobt wird. Und während Teresa in der Pegasus-Bahn längst ihren Fa- voriten gefunden hat, lässt der Rest der Familie keinen Zweifel daran, dass alle Mega-Coaster genauso gründlich abgearbeitet werden, wie das musikalische Programm in den Proben. Am Ende jedoch ist es weder das eine noch das andere, sondern das aus ernsthaftem musikalischem Arbeiten und Park-Vergnügen geschnürte Gesamtpaket, das Thomas Doss schon nach wenigen Tagen Musikcamp in den Bann gezogen hat. „Insgesamt ist es super, einfach ein Traum“, zeigt er sich bereits infiziert vom Musikcamp-Feeling. Die spezielle Atmosphäre und „der gute Geist, der hier herrscht“, sind für ihn indes mehr als nur ein Wohlfühlfaktor: „Sie beweisen die gute Tradition und die hohe Wertschätzung für die Sache“.



„Aufnahme läuft“ mit Thomas Schmidt

Aufnahme läuft

Egal, ob es sich um das Abschlusskonzert vom BDB-Musikcamp oder um ein Rockkonzert handelt – wenn man davon eine Aufnahme haben möchte, ist das technische Prinzip stets das Gleiche. Am Dienstagabend wurden beim Workshop die Instrumente im Koffer gelassen und auch die Beine mussten stillhalten. Denn der Toningenieur Thomas Schmidt war ins BDB-Musikcamp gekommen, um allen Interessierten einen kleinen Einblick in die große Welt der Tontechnik zu ermöglichen. Nach einer kurzen Begrüßung bastelten er sich zusammen mit den Teilnehmern ein funktionelles Tonstudio zusammen. Angefangen beim allbekannten Mikro ging es weiter zum Mischpult und später auch zum Verstärker. Viele der Geräte kannten die meisten, doch dass es beispielsweise drei verschiedene Mikrofonarten gibt, war vielen neu. sei es ein Kugelmikrofon für eine 360°-Auf nahme oder ein sogenanntes „Achter“-Mikrofon, welches perfekt einsetzbar für eine Dialog Aufnahme ist – Thomas Schmidt hatte sie alle dabei. Damit sich auch alle etwas unter den erklärten Geräten vorstellen konnten, gab er jedes Mikro einmal durch die Stuhlreihen. Thomas Schmidt hat ein abgeschlossenes Studium zum Bild- und Toningenieur und ist unter anderem an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf als Dozent tätig. Seit 2002 ist er als selbtständiger Unternehmer in München tätig. Bei Betreten des Workshopraumes spürte man gleich eine Mischung aus viel Spaß und einer sehr konzentrierten Stimmung.


 

Von Null auf 100 zur Marching-Band

Marching-Band

Sie sind „eine Funkband, der ein Stromausfall nichts anhaben kann, eine Pop- gruppe trotz musikalischer Klasse, ein manierliches Punkparadoxon, ein Knabenchor im Wolfspelz, eine Schlagercombo ohne Tranquilizer und ein Jazzensemble mit Publikum“. So zumindest macht die Blassportgruppe auf ihrer Homepage Werbung in eigener Sache. Beim Workshop der Blassportgruppe am zweiten Workshop- Abend hatten zahlreiche Musikcamp-Teilnehmer nicht nur die Gelegenheit diese griffigen Slogans auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen, sondern gleich noch in die Fußstapfen der selbsternannten Erstligisten aus der Blasmusikliga zu treten. Hatten sich Felix Fromm, Jochen Welsch und Christi- an Huber für diesen Abend doch vorgenommen, zwei Stunden lang gemeinsam mit den Nachwuchsmusikern aus dem BDB-Musikcamp zu jammen. Nicht jedem mag dabei klar gewesen sein, dass dies das Musizieren ohne Noten impliziert. Die wurden überraschender Weise nämlich nicht gebraucht. Stattdessen wurden in drei Gruppen – ganz ohne Notenständer und Noten – einzelne Stimmen eines Songs einstudiert. Wie das geht? Jochen Welsch hatte dafür einen simplen Trick: er legte fünf weiße Blätter auf den Boden und jedes dieser Blätter stand für einen Ton. Zum Erlernen der Tonfolge hüpfte er dann von Blatt zu Blatt, um zu zeigen, welcher Ton gerade an der Reihe ist. Oftmals wurde eine neue Phrase aber auch nur vorgespielt und die Teilnehmer mussten die Töne nach Gehör selbst finden. Während Christian Huber mit den Schlagzeu- gern den Marching Groove in verschiedenen Variatio- nen einübte, bauten Felix Fromm und Jochen Welsch mit den Bläser ausgehend von einer einfachen Moll- Pentatonik die Melodie- und Nebenstimmen zusammen. Und dabei waren alle gefordert, Saxophonisten genauso wie Posaunisten und Trompeter. In der zweiten Workshop-Stunde ging es dann nicht nur daran, die einzelnen Stimmen zu einer spontanen Version des Songs zusammenzusetzen. Vielmehr sollte sich die Musik marschierend in Bewegung setzen. Und siehe da, unter der Anleitung der Blassportler formierte sich aus den zusammengewürfelten Workshop-Teilnehmern eine Marching-Band, die sich hören lassen konnte und das sich aus Teamern zusammensetzende Publikum mühelos an die Wand spielte. Und an der eingangs zitierten Aufzählung hatte am Ende ganz bestimmt niemand etwas auszusetzen. Im Gegenteil: es galt ihr eher noch etwas hinzuzufügen. Zu alle dem sind die Musiker der Blassportgruppe nämlich noch ausgezeichnete und witzige Dozenten. Oder wie würden sie selbst wohl von sich sagen. Blassporttrainer mit Groove-Garantie!


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