Pressemitteilungen

Stimmung gut, Intonation naja...

Endlich ging es Anfang April in die zweite Runde, denn auf uns, 35 musikbegeisterte Musikmentoren, warteten fünf Tage voller neuen Erkenntnissen, tollen Erlebnissen und wenig Schlaf.

Wir fingen am Sonntagnachmittag mit einigen praktischen Einheiten im Orchester- und Ensemblespiel an, bei denen wir unsere Dirigierfähigkeit noch einmal auffrischen konnten. Abgeschlossen wurde der erste Tag durch einen höchst interessanten Body- Percussion Workshop mit Nicholas Reed, dem Dirigenten der Stadtkapelle in Lahr, der den Kurs mit einem außergewöhnlichen "Atemgedicht" von Gerhard Rühm einleitete. Dabei wurde uns schnell klar, dass es ein lustiger und heiterer Abend werden würde. Er brachte viele Rhythmen aus dem Senegal und seinem Heimatland Großbritannien mit. Dazu verband er einfache Sätze mit Rhythmen, die sich überlagerten und viel Körperbeherrschung und -koordination von uns forderten. Letztendlich mussten auch wir, die Mentoren, unsere Kreativität mit einem eigenen Body-Percussion-Stück unter Beweis stellen. „Ein absolut inspirierendes Erlebnis", meinte eine Musikmentorin nach dieser Begegnung mit unserem Körper als „Instrument".

Am nächsten Tag folgten wir spannenden Vorträgen von Matthias Laurisch, Matthias Wolf und Michael Paul über Gruppenpädagogik, den weiteren Weg nach Lehrgangsabschluss und Ausichtspflicht. Nach viel Theorie überraschten uns die Betreuer am Abend mit einer spontanen Nachtwanderung zu der nahe gelegenen Ruine von Staufen. Ein Besuch dort oben lohnt sich, denn bei Vollmond konnte man eine tolle Aussicht genießen. Die eigentliche Überraschung bereitete uns aber unser Betreuer Thomas Epple, der mit dem Feuer gespielt und uns mit einer beeindruckenden Feuerschlucker und -spuckershow begeistert hat. Sogar besonders mutige Freiwillige aus unseren Reihen erhielten die Gelegenheit, sich beim Feuerspucken zu versuchen.

Als Musikmentor muss man jedoch nicht nur offen sein für Neues, sondern auch die rhetorischen Fähigkeiten schulen. Einen Einblick in die Grundlagen von Moderation und selbstbewusster Bühnenpräsenz lernten wir von Matz Kastning, der unter anderem auch für den SWR arbeitet. Nach der alltäglichen, wohlverdienten Kaffeepause hatten wir viel Spaß bei einer Einheit über Spielpädagogik von Florian Sutterer, in der wir gelernt haben, wie und vor allem wann man die verschiedensten Arten von Spielen einsetzen kann. Um den Tag abzurunden, wurden wir von Simon Geigges im Umgang mit Medien unterrichtet und arbeiteten anschließend bis spät in die Nacht intensiv am Konzertprogramm und -ablauf.

Unser letzter vollständiger Tag begann mit interessanten Workshops über Themengebiete wie Transponieren bis hinzu "Stimmung gut, Intonation naja...", geleitet von unseren Betreuern. Unser Gehör wurde durch das Singen von Intervallen und Kanons, angeleitet durch Oliver Grote, geschult. Von Thomas Dinger wurden wir anschließend noch über das Jugendschutz und Prävention unterrichtet, wobei wir über Fragen wie: „Wohin kann man sich wenden, wenn man mitbekommt, dass ein Vereinsmitglied missbraucht wird?", oder „Sollte Alkohol bei Vereinsveranstaltungen mit Jungendlichen ein Tabu sein?" aufgeklärt wurden. Der Bereich des Jugendschutzes ermöglichte es uns, dass wir uns über verschiedene Themen austauschen und mit Hilfe von Thomas Dinger informieren konnten.

Kurz vor unserem Aufbruch am Donnerstagmittag wurde noch einmal fleißig für das am 24. Juni anstehende Konzert in der Theresienklinik in Bad Krozingen geprobt.

Trotz des vollen Programms und der arbeitsintensiven Zeit, freuen wir uns schon auf das nächste Treffen im Mai, in der unsere Konzertplanung in die heiße Phase gehen wird.

Alina Huber, Marvin Hertweck, Janina Eisenhardt, Deliah Herbstritt und Hannah Blattner

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Lasst die Taktstockspiele beginnen

Taktstock schwingen, Körpersprache, Pressearbeit und vieles mehr gehört zur Ausbildung zum BDB-Musikmentor/in. 35 Jugendliche aus verschiedenen Teilen Baden-Württembergs lernen dieses Jahr in ihrer Ausbildung zum Musikmentor an insgesamt vier Wochenenden in der BDB-Musikakademie Staufen verschiedene Aspekte wie unter anderem die Ensemble-Leitung und -Koordination kennen. Die bunt gemischte Truppe hat ein gemeinsames Ziel: Nach Abschluss des Lehrgangs ihre Vereine oder die Schule bei der musikalischen Arbeit zu unterstützen und eventuell später selbst ein Ensemble leiten zu können.

Die Jugendlichen besuchten am Freitag, den 3.2., zu Beginn ihrer ersten Projektphase das „Mnozil Brass"-Konzert in Teningen und konnten in einem Interview mit Thomas Gansch und Gerhard Füssl bereits vor dem Konzert Antworten auf ihrer Fragen erhalten (dazu in der nächsten Ausgabe mehr). Das Konzert war ein gelungener Einstieg in das Projektthema „Vom Ensemble zum Konzert" des diesjährigen Lehrgangs. Mnozil Brass ermöglichte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Mentorenausbildung einen Einblick, wie man ein Konzert kreativ, witzig gestalten kann und dabei doch die Musik im Vordergrund steht.

Am Samstag erhielten die Mentoren Einblicke in die Öffentlichkeits- und Pressearbeit, das Partituren lesen, das Dirigieren und sie lernten passende Noten für kleine, gemischte Musikgruppen zu organisieren. Diese Aspekte wurden den Mentoren durch verschiedene Gruppenarbeiten näher gebracht, wobei sie die Bedeutung von Hintergrundarbeit bei Konzerten näher betrachteten. Ebenso lernten sie die Relevanz von angemessener Körpersprache beim Dirigat und konnten abends ihren wohlverdienten Crêpes genießen. Das Highlight dieses Tages war das gemeinsame Komponieren und Texten eines eigenen Songs mit Patrick Heil und Lukas Oberascher, den Mitglieder von „Musik macht Schule". Die angehenden Mentorinnen und Mentoren wählten das Thema „Akzeptanz und Zusammenhalt unter verschiedenen Kulturen" für ihren eigenen Song aus. Das Ergebnis nach ca. eineinhalb Stunden konnte sich schon hören lassen und wird in den folgenden Projektphasen weiter bearbeitet.

Johanna A., Kristin K., Vanessa H.

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