PRESSEMITTEILUNGEN

Pinguin Paul begeistert das Publikum

Gaggenau (isd) - "Sag, wie sieht die Welt woanders aus?" Diese Frage stellte sich der kleine Pinguin Paul und entzückte mit seinen Abenteuern die großen und kleinen Zuschauer des Kindermusicals, das am Freitagabend in der voll besetzten Festhalle in Bad Rotenfels uraufgeführt wurde.

Die Geschichte des kleinen Pinguins Paul fängt mit einem sehnsüchtigen Blick über das Meer an. Immer wieder stellt er sich die Frage, wie die Welt woanders aussieht. Der Wal, der zweimal im Jahr am Südpol vorbeikommt, erzählt ihm von Tigern, Löwen, Amerikanern und vielen anderen interessanten Dingen. So wächst in ihm der Wunsch, all das auch einmal mit eigenen Augen zu sehen.

Eine Frage beschäftigt Paul aber ganz besonders: Gibt es wirklich diese zotteligen, weißen Eisbären? Oder hat der Wal sich das nur ausgedacht, um sich wichtig zu machen? Zu gerne möchte Paul selbst einmal einen Eisbären sehen.

Musikmentoren 2012

Seine Sehnsucht wächst von Tag zu Tag. Natürlich halten Pauls Eltern anfangs gar nichts von der Idee, ihren Sohn allein über das weite Meer ziehen zu lassen.

Aber sie sehen auch, dass Paul immer trauriger wird und ihn das Fernweh quält. Eine abenteuerliche Reise ins Ungewisse beginnt, bei der Paul die verschiedenen Kontinente und seine Bewohner kennenlernt, bis er tatsächlich am Nordpol einen Eisbären trifft.

Eine charmante kleine Erzählerin (Sükrüije Gül) trug die Geschichte von den Abenteuern des Weltenbummlers Paul, überzeugend dargestellt von Carla Robel, sehr lebendig vor und zusammen mit den mitreißenden Melodien von Orchester und Chor machten sie die Aufführung zu einem musikalischen Leckerbissen.

Geschaffen wurde dieses Musical von 40 angehenden jungen Musikmentoren aus ganz Baden-Württemberg im Rahmen ihrer Ausbildung an der Musikakademie in Staufen. Im Hintergrund steht ein Projekt des Landes, bei dem seit 1997 musikalisch engagierte und musikpädagogisch interessierte Schülerinnen und Schüler zu Musikmentorinnen und -mentoren ausgebildet werden mit dem Ziel, musikalische Begabung zu fördern und sie zu bewegen, ihr musikalisches Engagement direkt in den Schulen und Vereinen umzusetzen.

An vier Wochenenden Musical einstudiert

Der Geschichte des Musicals liegt ein Kinderbuch von Carlotta Bergström zugrunde. Mehr als ein kurzes Drehbuch und das musikalische Material, das der Musikverlag Hebu zur Verfügung stellte, lag den angehenden jungen Mentoren aber nicht vor, sie mussten sich um die Umsetzung des Projekts selbst kümmern. Dazu gehörten auch Bereiche wie Logistik, Bühnentechnik, Finanzierung und Öffentlichkeitsarbeit. Unterstützt wurden sie hierbei von vier Projektassistenten, die vor zwei Jahren selbst ihre Ausbildung zum Musikmentor absolviert hatten.

Natürlich war außer ihren eigenen Fähigkeiten als Dirigenten und Musiker noch die Unterstützung durch verschiedene Sänger und einem Chor notwendig. Hierfür konnten sie den "9x4"-Chor der Grundschulen aus Gaggenau unter der musikalischen Leitung von Achim Rheinschmidt gewinnen. Mit Hilfe von Sponsoren konnte das Projekt realisiert werden.

Nur vier Wochenenden standen den jungen Leuten zur Verfügung, um das Musical auf die Beine zu stellen - und es ist ihnen hervorragend gelungen. Kursleiter Thomas Epple und Organisationsleiterin Brigitte Nies konnten mit ihren Schützlingen sehr zufrieden sein.

"Ja, so sieht die Welt woanders aus", hieß es schließlich im letzten Lied, und Paul ist froh, wieder zuhause zu sein. Dies sah das Publikum genauso und forderte unter stehendem Applaus den mitreißenden letzten Titel als Zugabe.

Erschienen: Badisches Tagblatt - Lokalausgabe Murgtal - 6. Juni 2012



Ein Blick hinter die Kulissen 

Bereits in der letzten Ausgabe der „blasmusik“ berichteten die angehenden BDB-Musikmentoren über ihr diesjähriges Großprojekt. Mit „Paul der Pinguin“ möchten sie ein Kindermusical der Extraklasse präsentieren. Aber bis es soweit ist, liegt noch ein langer Weg vor den Musikern. 

Bepackt mit Koffern und Instrumenten machten sich 40 Schüler aus ganz Baden-Württemberg am 2. Februar 2012 auf den Weg in die BDB-Musikakademie nach Staufen im Breisgau. Bereits mehrere Wochen vor Ausbildungsbeginn hatten die Jugendlichen die Möglichkeit sich über das Internet schon ein wenig kennen zu lernen. Das hatte unter anderem den Vorteil, dass Fahrgemeinschaften gebildet werden konnten und die teilweise lange Anreise dadurch erheblich erleichtert wurde. Natürlich waren die Jugendlichen besonders gespannt darauf, mit wem sie während der ersten Ausbildungsphase ihr Zimmer teilen werden. Bereits kurz nachdem alle Mentoren sich in ihren Zimmern eingefunden hatten, wurden schon die ersten Freundschaften geschlossen. Beim gemeinsamen Abendessen tauschten sich die Jugendlichen dann erst einmal intensiv aus. „Wo kommst du her?“, „Was spielst du für ein Instrument?“, konnte man im Speisesaal ganz oft hören. Nach dem Abendessen wurde dann erst einmal fleißig gearbeitet. Mit viel Engagement und Begeisterung traten die Jungmusikerinnen und Jungmusiker den anstehenden Aufgaben gegenüber und arbeiteten zum Teil noch bis spät in die Nacht.

Nach einem langen Abend im Proberaum konnte man am Morgen beim Frühstück in 40 müde aber dennoch motivierte Gesichter blicken. Auf dem Tagesprogramm standen: „Öffentlichkeitsarbeit“, „Einführung in die Orchesterleitung“, „Singen“, „Bodypercussion“ und anschließende „Projektarbeit“.

Werbung, Werbung, Werbung

Es ist sicherlich nicht die leichteste Aufgabe an einem Samstagmorgen vor 40, zum Teil noch müden, Mentoren den ersten Kurs des Tag zu leiten. Doch Daniel Gramesbacher schaffte dies mit Bravour. Er zeigte den angehenden Mentoren die vielen abwechslungsreichen Aufgaben der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Zu Anfang standen die Inhalte einer idealen Pressenachricht, wie auch die Pressearbeit in den Vereinen im Vordergrund. Dabei lernten die Musikerinnen und Musiker, dass es bei der Tätigkeit in den Vereinen nicht nur auf die Öffentlichkeitsarbeit nach außen, sondern auch innerhalb des Vereins ankommt. Auch mit dem besonderen Umgang von Fotos in der Presse wurden die Kursteilnehmer vertraut gemacht. Nachdem sie alle wichtigen Hintergrundinformationentsarbeit zur Presse- und Öffentlichkei erhalten hatten, konnten sie ihr Wissen auf das aktuelle Projekt übertragen. Mit der Aufgabe eine Ankündigung für das Kindermusical zu schreiben, sollten sie an in Arbeit eines Pressebeauftragten herangeführt werden. Daniel Gramesbacher war mit den Ergebnissen sehr zufrieden.

Nach einer kurzen Abschlussrunde war es auch schon Zeit für das Mittagessen. Die angehenden Mentoren gingen jedoch mit der Erkenntniss, dass das anstehende Musicalprojekt nicht nur aus der Musik und dem Rahmen um eine Vorstellung-, sondern auch aus einer eher unscheinbaren, aber umso wichtigeren Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ,besteht.

Die Kunst des Dirigierens

Nachdem Thomas Epple am ersten gemeinsamen Abend das Projekt „Paul, der Pinguin“ vorgestellt hatte, waren die Jugendlichen erst einmal baff. Mit so einem Großprojekt hatten sie nicht gerechnet. Besonders große Augen bekamen sie, als sie erfuhren, dass sie das 9-sätzige Stück am Ende selber dirigieren werden. Deshalb mussten die Kursteilnehmer erst einmal mit Taktstöcken, Partituren und Noten versorgt werden. Dies ging ziemlich rasch und es konnte sofort mit „Pinseln“ begonnen werden. Thomas Epple zeigte den Jugendlichen, wie man einen Taktstock richtig hält und was eine gute Körperhaltung ausmacht. „Haltung ist das A und O“, sagte er. Nachdem jeder eine passende Haltung gefunden hatte, wurde mit Taktieren begonnen. Ob „2er“, „3er“ oder „4er“, die Mentoren zeigten vollsten Einsatz. Zusätzlich erläuterte Epple den Aufbau einer Partitur, und wie man eine solche bearbeiten kann. Besonderen Wert wurde auf die „Einladung“ des Orchesters gelegt. Thomas Epple zeigte, was es ausmacht, wie ein Dirigent sein Orchester „bittet“ anzufangen. Getestet wurde natürlich direkt mit dem Mentorenorchester.

Singen...find ich gut! 

Gerade auf diese Ausbildungseinheit waren die 40 Schülermentoren sehr gespannt. Die wenigsten von ihnen hatten jemals richtigen Kontakt mit Stimmbildung. Die anfängliche Skepsis, besonders bei den Herren, legte sich aber schnell. Zuerst begannen sie mit dem Einsingen. Stimmcoach Jannik Trescher zeigte einige Übungen, mit denen der ganze Körper auf das Singen eingestellt wurde. Anschließend teilte der Stimmcoach die Mentoren in verschiedene Stimmgruppen ein. Die hohen Frauenstimmen stellten sich zusammen und bildeten den Sopran. Die tieferen Frauenstimmen sagen gemeinsam die Altstimme. Auch die Männer wurden in zwei Register eingeteilt. Die Männer mit hoher Stimme wurden dem Tenor- und die Männer mit der tiefen Stimme dem Bassregister zugeteilt. Sofort nach der Einteilung wurde mit dem ersten Lied begonnen. Viele der angehenden Musikmentoren hatten anfangs Schwierigkeiten die richtigen Töne zu finden. Für sie war es eine komplett neue Erfahrung in verschiedenen Gruppen zu singen. Aber bereits nach kurzer Zeit, kamen auch die letzten „Singmuffel“ auf den Geschmack und hatten riesigen Spaß in dieser Ausbildungseinheit. Viele der Jugendlichen stellten aber auch die Frage: „Ich will Bläsermentor werden, warum muss ich dann überhaupt singen?“ Thomas Epple gab darauf folgende Antwort: „Wer dirigieren will, muss auch singen können - oder zumindest wissen, wie es geht! Gerade bei der Probenarbeit sollte man mit seiner Stimme vertraut sein. So kann man das Orchester bei kniffligen Passagen unterstützen- und den Musikern akustisch helfen.“

Feel your body - move your body!

Boomwhackers – was ist das eigentlich? Diese Frage beschäftigte viele der angehenden Mentoren, als sie zum ersten Mal bunte Plastikrohre zugeworfen bekamen und mit diesen auch noch Musik machen sollten. Was anfangs eher skurril als real schien, endete in einem lustigen Video und interessanter Musik.

Bei den Proben

 Doch dies war längst nicht alles, was die Mentoren rund um das Thema „feel your body, move your body“ an diesem Samstagabend lernten. Alles begann mit einem Austausch über den gewöhnlichen Musikunterricht eines jeden Mentors in den örtlichen Schulen. Anschließend berichtete der Dozent Gert Balzer über seinen Musikunterricht an einer Werkrealschule in der Nähe von Freiburg. Eines seiner aktuellen Projekte beschäftigt sich unter anderem mit der Aufnahme einer eigenen CD zusammen mit einer 10. Klasse. Diese Variante Musik zu unterrichten, war für alle Jugendlichen ein ganz neuer Einblick in das facettenreiche Berufsbild eines Musiklehrers. Gerade an dieser Stelle wurde vielen Mentoren bewusst, dass sie ihre Ideen und Interessen nicht nur im Bereich des Mentorenlehrgangs-, sondern auch in ihrem späteren Berufsleben verwirklichen können. Durch die vielen Kurse und der damit verbrauchten Konzentration, hatten die Jugendlichen erst einmal den Wunsch auf Bewegung und Action. Diesen Wunsch erfüllte Gert Balzer der langsam ermüdenden Gruppe im zweiten Teil seiner Einheit. Auf eine kurze Rhythmusübung zum Aufwärmen, folgte ein kreativer Teil mit viel Bewegung. Schon bald hatte jeder ein Gefühl für das andersartige Instrument „Boomwhacker“ entwickelt. Somit konnte mit der Ausarbeitung einer eigenen Choreographie zu einem vorgegebenen Stück begonnen werden. Gert Balzer dokumentierte die gesamte Einheit auf Video. Doch nicht nur deshalb wird diese - „etwas andere“ - musikalische Erfahrung unvergesslich bleiben.

Die Musikmentoren haben ihr Interesse geweckt? Sie möchten mehr über die Ausbildung erfahren? Dann besuchen Sie die Musikmentoren auf: www.bdb-musikmentoren.de oder auf der Facebook-Seite der BDB-Bläserjugend.

Text: Mona Gerken, Anastasia Vogelbacher, Sarah Sperling, Theresa Hüner, Nina Sabo

Erschienen: "blasmusik" - Ausgabe Nr.04 April 2012



In der BDB-Musikakademie wird es eisig!

Die Musikmentoren 2012 gehen mit „Paul dem Pinguin“ auf Reisen Am ersten Februarwochenende starteten 40 Schülerinnen und Schüler aus ganz Baden-Württemberg ihre Ausbildung zum Musikmentor/in. Ziel der Ausbildung soll es sein, die Jugendlichen in ihrer musikalischen Begabung zu fördern und sie dazu bewegen, ihr musikalisches Engagement direkt in den Schulen und Vereinen umzusetzen.

Auch in diesem Jahr haben die angehenden Musikmentoren Großes vor. Die Ausbildung steht daher auch unter einem ganz besonderen Stern; dem Polarstern. Mit dem Kindermusical: „Paul der Pinguin“ widmen sich die Jugendlichen innerhalb der vier Ausbildungsphasen einem musikalischen Leckerbissen, der weit mehr zu bieten hat, als das Eis am Südpol. Um Musikmentor zu werden, bedarf es aber nicht nur intensiver Projektarbeit, sondern auch den Einblick in viele verschiedene Themenbereiche. Die Teilnehmer erhalten unter anderem eine Einführung in die Orchesterleitung, als auch besondere Einblicke in die Bereiche der Instrumentalpädagogik, rechtlichen Fragen und Öffentlichkeitsarbeit.

Paul der Pinguin

Die Grundgeschichte des Musicals basiert auf einem Kinderbuch von Carlotta Bergström, das den Titel: „Paul der Pinguin auf Entdeckungsreise“ trägt. Mehr als das musikalische Material und ein kurzes Drehbuch liegt den Mentoren aber nicht vor. Das bedeutet, um die gesamte Umsetzung dieses Projektes kümmern sich die Jugendlichen selbst. So können sie das Erlernte, aus den verschiedenen Ausbildungsmodulen, direkt in die Praxis umsetzen. Auch Bereiche, wie Logistik, Bühnentechnik, Finanzierung durch Sponsoren sowie die gesamte Öffentlichkeitsarbeit unterliegt den jungen Musikerinnen und Musiker.

Da ein Musical immer mit Musik und Gesang verbunden ist, benötigen die Mentoren nicht nur ihre eigenen Fähigkeiten als Dirigenten und Musiker, sondern auch noch Unterstützung durch verschiedene Sänger und einen Chor. Hier konnten sie den „Grundschulauswahlchor“ der „Schule für Musik und darstellende Kunst“ aus Gaggenau für sich gewinnen. Die Einstudierung der Gesangsstücke mit dem Chor erfolgt ebenfalls durch die angehenden Musikmentoren.

Die Musikmentoren im Orchestersaal der BDB-Musikakademie in Staufen

Die Geschichte des kleinen Pinguins Paul beginnt mit einem sehnsüchtigen Blick über‘s Meer. Immer wieder stellt er sich die Frage, wie die Welt woanders aussieht. Der Wal, der zweimal im Jahr am Südpol vorbeikommt, erzählt ihm von Tigern, Löwen, Amerikanern und vielem anderen. So hegt er den sehnlichsten Wunsch, all das auch einmal mit eigenen Augen zu sehen. Eine Frage beschäftigt Paul aber ganz besonders: Gibt es wirklich Eisbären? Oder hat der Wal sich das nur ausgedacht, um sich wichtig zu machen? „Groß, weiß und zottelig soll so ein Eisbär sein“, hatte der Wal gesagt. Zu gerne möchte Paul selbst einmal einen Eisbären sehen.

Seine Sehnsucht wächst von Tag zu Tag. Natürlich halten Paul‘s Eltern anfangs gar nichts von der Idee, ihren Sohn allein über‘s weite Meer ziehen zu lassen. Aber sie sehen auch, dass Paul immer trauriger wird und ihn das Fernweh quält. Eine abenteuerliche Reise ins Ungewisse beginnt.

Die BDB-Musikmentoren bei der Einführung in die Orchesterleitung

Wer wissen möchte, wen Paul auf seiner Reise alles kennenlernt und welche Abenteuer er erlebt, braucht nicht bis an den Südpol zu reisen. Am 22. Juni 2012 feiern die frisch gebackenen Musikmentoren zusammen mit Paul dem Pinguin ihren Abschluss in der Festhalle in Bad Rotenfels. Wem das noch nicht genügt, kann die Aufführung des Kindermusicals auch noch am 23. Juni 2012 im Rathaussaal in Gaggenau live miterleben.

Genaueres über die Inhalte der ersten Ausbildungsphase der angehenden Musikmentoren folgt in der April-Ausgabe der „Blasmusik“. Wer nicht so lange warten möchte, findet unter www.bdb-musikmentoren.de noch viele weitere Einblicke, Bilder und Informationen über die Musikmentorenausbildung 2012.

Text: Mona Gerken

Erschienen: "blasmusik" - Ausgabe Nr.03 März 2012

BDB-Dachverband bei Facebook
BDB-Bläserjugend bei Facebook
BDB-Musikakademie bei Facebook

SEITE DRUCKEN

Veranstaltungen